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Unsere Bandscheiben ermöglichen uns eine grosse Bewegungsfreiheit unserer Wirbelsäule, ohne sie wäre unser Rücken steif. Die Bandscheiben sind, je nach Bewegung, einem enormen Druck ausgesetzt z.B. beim Heben von Lasten mit rundem Rücken und gestreckten Beinen sind es bis zu 800kg auf den unteren Bereich des Rückens. Dies zeigt, wie wichtig es ist diesem Organ unsere spezielle Aufmerksamkeit zu widmen.

Die aus faserknorpligem Gewebe bestehenden Puffer werden durch den Tag stark beansprucht und wird trockner. Diese Feuchtigkeit zieht die Bandscheibe in der Nacht wieder aus dem Körper, um zu regenerieren.

Durch eine schlechte Schlafunterlage kann eine oder mehrere Bandscheiben immer an der selben Stelle gequetscht werden.

Nun liegt es auf der Hand, dass eine zusammengepresste Bandscheibe, diese für sie so wichtige Feuchtigkeit nicht optimal aufnehmen und speichern kann. Was für sie bedeutet, dass sie immer dünner und brüchiger wird. Erst eine auf Ihren Körper angepasste Schlafunterlage ermöglicht Ihrer Wirbelsäule eine korrekte Lage und somit eine ausreichende Regeneration der Bandscheiben, in der Nacht.

Der Körper verbringt pro Nacht ca.4-5 Schlafzyklen in der Tiefschlafphase. Total sollte der Tiefschlaf ca. 3 Stunden betragen. Während diesen Stunden erfolgt die grösste Regeneration des Körpers. Hier sammeln wir körperlich und geistig Kraft für den nächsten Tag. Wird weniger Tiefschlaf erreicht, können entsprechende Vorgänge nicht ausreichend ausgeführt werden. Dadurch wird ebenfalls das Hormon-System beeinflusst. 

Das wichtigste Schlaf-/Einschlafhormon ist das Melatonin. Dieses wird von der Zirbeldrüse produziert und ist direkt mit dem Lichteinfall auf der Netzhaut verbunden. Unser Tages- und Nachtrythmus wird massgeblich von diesem Hormon beeinflusst. Nur bei ausreichend Tageslicht während den Wachphasen und absoluter Dunkelheit im Schlaf wird dieser „Müdemacher“ genügend produziert. Sobald der Morgen naht, nehmen wir über die Augenlider die Helligkeit auf und unser Körper produziert das Aufwachhormon Cortisol. Dieses bereitet uns auf den Tag vor, indem der Kreislauf hochgekurbelt wird. 

Ein weiteres interessantes Hormon das während dem Tiefschlaf produziert wird ist das Leptin. Dieser natürliche Appetitzügler soll verhindern, dass wir in der Nacht von einem Hungergefühl geweckt werden. Wird zu wenig von diesem Hormon produziert, wird auch der Appetit tagsüber grösser sein.Die Jahreszeiten (längere & kürzere Tage) können somit das gut Einschlafen und Aufstehen stark beeinflussen. 

Mehr dazu lesen Sie bei dem Thema Einschlaf-& Aufstehhilfen unter: [LINK]

Viele Jahrzehnte wurde der Schlaf als passiver Zustand angesehen. Doch heute weiss man, dass der Schlaf seinen Rhythmus hat und alles andere als passiv ist! Jeder Mensch schläft auf ähnliche Weise. 4-5 Schlafphasen durchlaufen wir in einer normalen Nacht, je nach Schlafdauer. Vom Einschlafen über den Tiefschlaf bis zur ersten Trau-Phase vergehen etwas 90 bis 120 Minuten (1.5 – 2 Stunden).

 

Die Einschlaf-Phase sieht folgendermassen aus...

Körperlich und geistig müde legen Sie sich ins Bett. Die horizontale Lage (Rücken oder Seitenlage) ist die Einzige, in der sich vollkommen entspannen kann. Der gesamte Organismus stellt sich auf Erholung ein. Das bewusste Denken schaltet aus, Sie schlafen ein. Ungefähr nach einer halben Stunde fallen Sie in den ersten Tiefschlaf.

 

In der Tiefschlaf-Phase ist...

Der Körper und Geist sind im OPTIMALFALL völlig entspannt. Das Gehirn arbeitet nur noch zur Überwachung des Organismus und zum Schutz. Sogar im Tiefschlaf reagiert es auf Weckreize. Die Entscheidung, ob der Körper geweckt wird oder nicht hängt von den Geräuschen ab, auf welche wir sensibilisiert sind. Der Körper benötigt pro Nacht ca. 2-3 Stunden Tiefschlaf, um sich optimal regenerieren zu können. In dieser Phase ist unser Körper absolut bewegungslos. Das bedeutet, dass in einer schlechten Schlaflage die Wirbelsäule zusammengedrückt wir wie ein Schwamm! 

 

Am Tag können wir unangenehm Belastungen durch Beinwechsel Abhilfe schaffen, im Tiefschlaf nicht. Daher ist es besonders wichtig, wie die Wirbelsäule gelagert ist in der Nacht! 

Nach der ersten Tiefschlaf-Phase kehren wieder in den leichteren Schlaf zurück. Dadurch wird die Durchblutung des Hirns, die Aktivität der Organe und die gleichmässige Entspannung der Muskeln gewährleistet. Sie drehen sich im Bett und erreichen dann die erste Traumphase.

 

In der Traum-Phase...

Die Muskulatur ist in der Traum-Phase fast gänzlich erschlafft. Gelegentlich geht ein Zucken durch den Körper. Typisch für die Phase sind die raschen Augenbewegungen.

Deshalb wird sie auch als REM-Schlaf bezeichnet. (REM = Repid Eye Movement = schnelle Augenbewegungen)

Neben diesem recht konstanten Schlafrhythmus hat jeder Mensch sein persönliches Schlafprofil, die einzelnen Schlafphasen können kürzer oder länger dauern.

Unser Schlaf- Wachrhytmus wird im Wesentlichen von unserer inneren Uhr beeinflusst. Diese wiederum wird vom Tageslicht gesteuert. Während des Schlafes wird von der Zirbeldrüse das Schlafhormon Melatonin gebildet, welches uns schläfrig macht und auch die Stimmung etwas trübt. Deshalb wird dieses Hormon auch das „Grübelhormon“ genannt. Die Zirbeldrüse ist eng mit dem Sehnerv verbunden und produziert sofort Melatonin sobald es dunkel wird. Trifft jedoch über einen längeren Zeitpunkt Licht auf die Netzhaut wird die Melatoninproduktion sofort gestoppt. Anstelle des Melatonins tritt dessen Gegenspieler das Cortisol. Dieses wird beim ersten Tageslicht gebildet und bereitet unseren Körper fürs Aufwachen und auf Leistung vor. Deshalb fühlen wir uns im Winter bei weniger Tageslicht oft müder und auch betrübter als im Sommer. Für einen regenerativen Schlaf und ein erholtes Erwachen benötigen wir eine genaue Konditionierung unseres Körpers auf Phasen des Schlafes und auf Phasen des Wachseins. Ausreichend Tageslicht, am besten in Kombination mit ausgewogener Körperlicher Bewegung im Freien, sowie absolute Dunkelheit während der gesamten Ruhezeit in der Nacht sorgen für einen optimalen Zeitgeber. 

Seit Menschengedenken fasziniert uns die Welt der Träume. Jede Nacht produziert unser Unterbewusstsein Bilder und Geschichten die zusammengewürfelt werden von unserem Wahrnehmungsapparat. Dazu werden Reize aus der Umwelt des Schläfers, wie Geräusche oder Lichteinflüsse, Erinnerungen aus dem bisherigen Leben, Eindrücke des vergangenen Tages und archetypische Ängste, z.B. die Angst vor grossen Insekten, herbeigezogen und bilden den manifesten Trauminhalt.

Jeder Mensch träumt in seinem Leben zusammengezählt etwa vier Jahre. Dies ist eine Lange Zeit in der wir aussergewöhnliche Situationen in unserem Unterbewusstsein durchspielen. Wenn ich mich im realen Leben dazu entschliesse während vier Jahren ein abenteuerreiches Leben zu führen, leuchtet es jedem ein, dass dies für das weitere Leben eine prägende Erfahrung sein würde. Doch auch alle Traumsituationen werden scheinbar mit den gleichen Sinnen erlebt wie wir unseren Alltag wahrnehmen. Das Erlebte im Kopf erscheint gleich real: Wir hören, spüren, riechen, schmecken und sehen unsere Träume. Ein grosser Unterschied zum wirklichen Leben ist meist die Erinnerung an den Trauminhalt. Kurz nach dem Erwachen verschwindet der Traum in den Tiefen unseres Unterbewusstseins.

Da Sie normalerweise nicht längere Zeit wach sind nach den Träumen, dringt der Traum nicht ins Langzeitgedächtnis ein. Sie vergessen ihn wieder. Wenn Sie mehr als 2-3 Minuten wach bleiben z.Bsp. am Morgen wenn Sie aufstehen müssen, dann bleibt der Traum auch in Erinnerung.

Erlauben Sie es Ihren Träumen näher in Ihr Bewusstsein zu rücken indem Sie am Frühstückstisch Ihre Träume erzählen oder sofort nach dem Erwachen den Traum aufschreiben. Gönnen Sie sich die Erinnerung an die aussergewöhnlichsten vier Jahre Ihres Lebens!

Im Kindesalter führen mangelnde Bewegung, schlechte Sitzmöbel und Körperhaltungen zu Haltungsschwächen. Haltungsfehler gehören zum gewohnten Bild, bei rund 70 % der Jugendlichen sind sie zu finden.

Von der Geburt bis ins 20. Lebensjahr ist die Wirbelsäule in ihrer Form zu beeinflussen – auch nachts im Schlaf. Für die gute Lagerung von Kindern gelten gleiche Forderungen wie für Erwachsene, auf die richtige Unterstützung in einem guten Bett kommt es an.

Bei Kleinkindern spielt die Lagerung noch keine so grosse Rolle, weil sie auf Verspannungen noch nicht empfindlich reagieren. Wie und wo sie auch immer schlafen mögen.

Jedoch bei Kindern ab ca. 4 Jahren sollten sie besonders gut abgestimmt sein. Wenn die Kinder wachsen, verändert sich auch die körperliche Ausprägung, so zum Beispiel zwischen Schulter-Taille-Hüften, jedoch auch das hohle Kreuz verändert sich stark. Gerade in der Jugend führen mangelnde Bewegung, schlechte Sitzmöbel und Körperhaltungen zu Haltungsschwächen. Haltungsfehler gehören zum gewohnten Bild, bei rund 70 % der Jugendlichen sind sie zu finden.

Denken Sie daran: der Rücken ist in seiner Form noch beeinflussbar bis min. zum 20. Lebensjahr!

Vergessen Sie auch das Schlafklima nicht, dass vor allem bei den Kindern eine grosse Rolle spielt. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind auf einer saugfähigen und trockenen Oberfläche liegt. Falls Sie merken, dass Ihr Kind häufig schwitzt, lassen sie die Matratze den ganzen Tag unbedeckt, damit Duvet und Matratze wieder trocknen können.

Oft taucht die Frage auf: Wie lange hält eigentlich eine Matratze, ein Duvet oder ein Kissen? Dabei wird oft vergessen, dass in unserem Alltag kein anderer Gegenstand länger und regelmässiger benutzt wird als unser Bett.

Jede Nacht liegen wir ca. 6-8 Stunden auf der Matratze und üben permanent Druck auf diesen Untergrund aus. Jede Nacht wird bis zu 5dl Feuchtigkeit von unserem Körper ausgeschieden welche von unserem Duvet reguliert und abgesondert werden muss. Auch das Kissen leistet Schwerstarbeit in dem es die ganze Nacht unseren Kopf trotz allen Bewegungen stützen soll.

Trotzdem wird von einer Matratze zum Beispiel erwartet, dass diese 10 Jahre lang halten soll. Niemand würde von seinem Smartphone oder Auto erwarten, dass dieses so lange im Neuzustand bleibt. Obwohl diese Gegenstände nur einen Bruchteil der Zeit verwendet werden, gegenüber der Zeit, welche wir im Bett verbringen.

Ebenso wirkt sich keiner dieser Gegenstände so direkt auf unsere Gesundheit und Wohlbefinden aus wie das Bett. Obwohl auch ein perfekt an den Schläfer angepasstes Bett nur ein Bruchteil kostet von 10 Jahre Mobiltelefonie oder Autofahren, schenken wir dem Bett oftmals nicht die gleiche Wertschätzung. Dir richtige Frage sollte also lauten: Passt mein Bett wirklich noch zu mir? Daher empfehlen wir nach 8-10 Jahren die Matratze bzw. nach 3-5 Jahren das Kissen zu ersetzten.

Heute gibt es fast keine "Standartgrösse" mehr. Ein Bett für eine Person kann 90, 100, 120 oder sogar 140 x 200 cm sein. Zudem gibt es noch Überlängen wie 210 oder 220 cm.

Das Doppelbett beginnt bei 160 x 200 cm, kann jedoch auch 180 x 200 cm oder 200 x 200 cm sein. Wenn Sie den Platz haben für ein 180 x 200 oder sogar 200 x 200 cm grosses Bett, empfehlen wir diese Grössen. Denn bei einem Bett mit einer Breite von 160 cm bedeutet dies, dass der einzelne Schläfer nur 80 cm für sich hat. Sobald Sie sich drehen möchten, berühren den Partner oder Sie drehen sich so kontrolliert auf der Stelle. Beides ist nicht optimal und der Schlaf kann gestört werden.

Zudem empfehlen wir Ihnen getrennte Bettinhalte (Matratze und Lattenrost) zu kaufen. Somit kann der Bettinhalt perfekt auf den einzelnen Schläfer angepasst werden. Damit spüren Sie auch die Bewegungen Ihres Partners/Ihrer Partnerin nicht.

Das sogenannte "Gräbli" kann man auch umgehen, indem die Matratze etwas im Bettrahmen versenkt wird und den Fixmolton und das Fixleintuch über beide Matratzen gezogen wird. Somit kann nichts voneinander rutschen und das "Gräbli" entsteht erst gar nicht.

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Was tun bei Liege- und Schlafproblemen?

Haben Sie Liege- und Schlafprobleme oder möchten Sie einfach einen interessanten Abend verbringen und die brennenden Fragen rund ums Schlafen beantwortet haben? Dann ist der Gratis-Informations-Abend das Richtige.

An diesen Abenden tauchen Sie mit Claudia Guhl-Wanner in die interessante und Welt des Liegens und Schlafens ein. Sie werden erstaunliche Tatsachen und Zusammenhänge kennen lernen und Tipps und Ratschläge nach Hause nehmen, die Sie ganz leicht zu Hause anwenden können um sich bald besser zu fühlen.

Der nächste Anlass ist:

  • Dienstag, 20. Februar 2018 um 19:00 Uhr
  • Donnerstag, 17. Mai 2018 um 19:00 Uhr
  • Dienstag, 4. September 2018 um 19:00 Uhr
  • Mittwoch, 14. November 2018 um 19:00 Uhr

 

Diese Abende finden jeweils um 19.00 Uhr statt. Erleben Sie die Grundlagen Ihres Liegens und Schlafens. Bringen Sie Ihre Probleme mit zu uns. Wir finden gemeinsam eine Lösung!

Melden sie sich einfach über die Online-Anmeldung an, Sie erhalten danach per Mail eine Anmeldebestätigung.

Der Anlass ist für Sie kostenlos und findet in in unseren Räumlichkeiten an der Blumenaustrasse 1 in 8200 Schaffhausen statt.